GGZ Niederlande: Senkung der psychischen Gesundheit ist inakzeptabel

GGZ Nederland wird sich an die niederländische Gesundheitsbehörde (NZa) gegen die Senkung der psychischen Gesundheitsquoten bis 2020 wenden. Wir sind der Meinung, dass die NZa kostendeckende Tarife festlegen sollte und dass dies jetzt nicht geschehen ist. Eine Senkung der psychischen Gesundheitsquoten ist inakzeptabel. Kommt die Beschwerde nicht zu, kann eine Gerichtliche Klage folgen.

Der Rückgang der psychischen Gesundheitsquoten lässt sich nur schwer mit der Schlussfolgerung von kpmg in der vergangenen Woche vereinbaren, dass die psychiatrischen Dienste aufgrund von Personalmangel und steigenden Kosten unter erheblichem finanziellen Druck stehen. Die Forschung zeichne ein erkennbares Bild der Branche, so GGZ Nederland in einer Antwort.

Preise sinken
Nach einer umfangreichen Kostenstudie ist die NZa zu dem Schluss gekommen, dass die psychischen Gesundheitsraten bis 2020 gesenkt werden können. Die Raten für das spezialisierte psychiatrische System mit Unterkunft sind um 3,4 Prozent am härtesten. Das ist psychische Gesundheitsversorgung für Menschen mit einem hohen Bedarf an Pflege, die in Kliniken wohnen. Auch die Raten für ambulante psychiatrische Arbeitskräfte, für selbständig lebende Klienten im Bereich der psychischen Gesundheit, sind um 0,7 % gesunken. Darüber hinaus sinken die Raten für das grundlegende psychische Gesundheitssystem um 1 %. Die Kostenstudie basiert auf den Kosten, die den psychiatrischen Anbietern im Jahr 2017 tatsächlich entstanden sind.
Personalkosten
„Die Kostenforschung an sich ist umfangreich und gut gemacht“, erklärt Vorstandsvorsitzender Stephan Valk von der Parnassia Group und Direktor des GGZ Nederland heute in Zorgvisie. Die Forschung zeigt deutlich die tatsächlichen Kosten. Aber die NZa hätte die tatsächlichen Kosten in das übersetzen müssen, was in Bezug auf die Personalausstattung die Norm sein sollte. „Die Anbieter von psychischen Gesundheitseinrichtungen haben 2017 aufgrund von Personalmangel nicht genügend Pflegekräfte beschäftigt. In einer geschlossenen Station gibt es beispielsweise einen Personalstandard von mindestens drei bis maximal fünf Krankenschwestern. In Wirklichkeit waren es 2017 fast immer drei, weil diese vierten und fünften Krankenschwestern nicht zu finden waren. Zudem erzwangen die Krankenkassen immer eine Senkung ihrer Vertragssätze, so dass die Anbieter beispielsweise nur 96 Prozent des NZA-Satzes erhielten. Also, selbst wenn Sie diese zusätzlichen Krankenschwestern finden könnten, haben Sie immer noch nicht das Geld bekommen, um sie zu bezahlen. Die NZa argumentiert nun: „Sie haben es für diese Kosten getan, also ist das genug.“

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